
Nach heftigen Debatten in der Stadtverordnetenversammlung von Wriezen, die zur Folge hatten, daß eine Entscheidung über das Hissen der Regenbogenfahne am Rathaus anläßlich der LesBiSchwulen T*our 2011 vertagt wurde, bewegt sich was in Wriezen. Die Märkische Oderzeitung berichtete am 16. August 2011 über die teils unwürdige Debatte um die LesBiSchwule T*our, die vor allem von Abgeordneten der FDP zum Politikum gemacht wurde. Nun aber ist Bewegung in die Debatte gekommen. Am Wochenende teilte Bürgermeister Uwe Siebert der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange des Landes Brandenburg, die die Akzeptanzkampagne organisiert mit, daß sowohl das Hissen der Regenbogenfahne möglich ist, wie auch ein Informationsstand auf dem Wochenmarkt in der Wilhelmstraße in Wriezen.
Lars Bergmann, Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange des Landes Brandenburg erklärt hierzu:
Wir sind alle sehr erfreut darüber, daß die Stadt Wriezen und hier insbesondere Bürgermeister Siebert soviel Courage beweisen. Es ist ja vor allem unser Anliegen, eine Debatte über den Umgang mit der vielbeschworenen Vielfalt, zu der eben auch Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender gehören, anzustoßen. Wir gratulieren der Stadt Wriezen zu ihrem engagierten Bürgermeister, der uns trotz kontroverser Debatte ermöglicht, über LSBT-Lebenweisen aufzuklären und so einen wichtigen Beitrag zum gegegenseitigen Respekt und zur Akzeptanz zu leisten.