Wriezen (MOZ) Mit dem Hissen der Regenbogenfahne setzten Bürgermeister Uwe Siebert und die Teilnehmer der LesBiSchulen Tour 2011 ein Zeichen, nicht nur für die Stadt Wriezen.
„Ich bin Lars, das ist Eric und wir sind schwul.“ Sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, das ist eins der Geheimnisse der Teilnehmer der LesBiSchwulen Tour. Denn in den sechs Städten, in denen die Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen Station machen, sammeln sie nicht immer nur positive Erfahrungen. „Wir wollen informieren und aufklären, nicht provozieren“, sagt Eric Hein, der Vorstandssprecher des Landesverbandes AndersARTiG. Wären da nicht die bunten Regenbogenfahnen auf ihrer Kleidung – die Tourteilnehmer würden unter den Wriezenern gar nicht auffallen.
„Wir wollen keine Klischees bedienen“, erklärt Eric Hein. Keiner der jungen Männer trägt etwa schwarze Lack- und Lederkleidung zu einer pinken Handtasche. [...]
Am heutigen Tag machte die LesbiSchwule Tour 2001 "Brandenburg bleibt bunt" Halt in Frankfurt (Oder). Die Landtagsabgeordnete Kerstin Meier hisste gemeinsam mit Sozialdezernent Jens-Marcel Ullrich die Regenbogenfahne vor dem Rathaus und begrüßte die TourteilnehmerInnen herzlich.
"Im 21. Jahrhundert sollten Toleranz, Respekt und Achtung gegenüber jedem Menschen selbstverständlich sein. Das darum jedoch nach wie vor gekämpft werden muss, zeigt die Notwendigkeit dieser Tour, die nicht nur um Verständnis wirbt, sondern auch für Aufklärung sorgt. Das gilt es zu Unterstützen - auch von Seiten der Politik. [...]
Eisenhüttenstadt (MOZ) In Eisenhüttenstadt ist am Mittwoch vor dem Rathaus die Regenbogenfahne – das Symbol für Schwule und Lesben – gehisst worden. Zudem machte die „LesBiSchwulen-Tour“ des Potsdamer Vereins AndersARTiG Station in der Stahlstadt, wo innerhalb von zehn Jahren gerade einmal vier gleichgeschlechtliche Paare „geheiratet“ haben.Seit August 2001 besteht die Möglichkeit, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften zu gründen – auch in Eisenhüttenstadt. Doch im hiesigen Rathaus gaben sich gerade einmal im Jahr 2002 zwei Paare das Jawort. 2007 und 2008 folgte jeweils ein weiteres. Wobei die Frauen offensichtlich mutiger waren und allein dreimal auf dem Standesamt erschienen. In den vergangenen drei Jahren, in denen es bereits zirka 270 Eheschließungen zwischen Mann und Frau gegeben hat, blieb es in Sachen gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften völlig ruhig. [...]
Guben - Für mehr Akzeptanz haben am Dienstag die Teilnehmer der LesBiSchwulen-Tour 2011 in Guben geworben. Zunächst waren sie auf dem Dreieck mit einem Info-Stand präsent.
Für den Nachmittag hatten die Organisatoren zu einer Lesung in die Stadtbibliothek eingeladen, bei der drei Kurzgeschichten vorgetragen werden sollten. „Die Akzeptanztour ist seit zwölf Jahren unterwegs und war 2000 schon mal in Guben. Damals wie heute ist uns das Hissen der Regenbogenfahne nicht genehmigt worden“, war von Lars Bergmann, dem Leiter der Brandenburger Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange, zu erfahren. Er kritisierte erneut die Entscheidung. Mit dem Hissen der Fahne hätte die Stadt ein Zeichen setzen können. „Schließlich steht die Regenbogenfahne für Respekt und Vielfalt.“
Forst - Die „LesBiSchwule Tour“ zieht durch Brandenburg, um die Akzeptanz von Homosexuellen weiter voranzutreiben. Ein optimistisches Vorhaben, wie sich am Montag beim Start in Forst zeigte.
Die Stadt Forst bezeichnet sich als „Stadt der Rosen“. Für homosexuelle Bürger aber scheint es hier kaum rosige Aussichten zu geben. Das schätzt Christian Müller ein. „Forst ist ein gutes Beispiel dafür, wie weit wir noch von Integration entfernt sind“, sagt der 32-jährige Sozialarbeiter aus langjähriger Erfahrung. Er bestätigt, dass der Gegenwind den gleichgeschlechtlichen Liebhabern in ländlichen Regionen kräftiger entgegenbläst als in toleranteren Metropolen.
Tour-Initiator Lars Bergmann (28) berichtet, dass im Vorfeld der Veranstaltung landesweit Drohgebärden eingingen. Dass es auch anders geht, hat er am Montag in Forst erlebt. [...]
Mit der Auftaktveranstaltung der „LesBiSchwule Tour 2011“, die am Samstag in Potsdam stattfand, wird die eigentliche Tour am Montag gestartet.
Etwa 30 Lesben und Schwule sind nach Veranstalterangaben am Samstag für mehr Gleichberechtigung durch die Potsdamer Innenstadt gezogen. „Wir sind ein kleiner, bunter Zug“, sagte der Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange, Lars Bergmann, auf Anfrage. Insbesondere zwei Transvestiten zogen die Aufmerksamkeit in der Fußgängerzone auf sich. Die Potsdamer Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth-Koschnick sagte, Lesben und Schwulen würden noch immer ausgegrenzt. Wer sich oute, gehe das Risiko ein, Vorurteile, Diskriminierung oder Gewalt in der Schule, im sozialen Umfeld oder am Arbeitsplatz zu erleben. [...]
In Berlin gibt es ein großes Angebot an Treffpunkten, kulturellen und Beratungs- angeboten für Lesben, Schwule und Transgender. In der Anonymität der Großstadt ist es für viele leichter, ihre sexuelle Orientierung mehr oder weniger offen zu leben, einen Partner oder eine Partnerin zu finden oder sich als trans*Mensch in der eigenen Geschlechterrolle zu zeigen. In kleinen Städten und Gemeinden, wo es sein kann, dass jeder jeden kennt, kann es weitaus schwieriger sein, die eigene sexuelle Identität ohne Diskriminierungen auszuleben. [...]
Für Gleichberechtigung und gegen Homophobie sind am Samstag in Potsdam etwa 30 Schwule, Lesben und Bisexuelle auf die Straße gegangen. Der Protest bildete den Auftakt der diesjährigen "LesBi-Schwulen Tour" durch Brandenburg.
Die Potsdamer Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth-Koschnick sagte, Lesben und Schwulen würden noch immer ausgegrenzt. Wer sich oute, gehe das Risiko ein, Vorurteile, Diskriminierung oder Gewalt in der Schule, im sozialen Umfeld oder am Arbeitsplatz zu erleben. [...]
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Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
der Presse haben wir entnommen, dass Sie die Hissung der Regenbogenfahne als internationales Symbol der Menschenrechtsbewegung lesbischer, schwuler, bisexueller und transidenter Menschen ablehnen.
Dies können wir nicht verstehen und fordern Sie auf, Ihre Haltung zu überdenken.
In unserer Region Niederlausitz kann von einer allumfassenden Toleranz oder gar Akzeptanz vielfältiger Lebensformen und sexueller Identitäten nicht die Rede sein. Aus gutem Grund finden nachwievor entsprechende politische Veranstaltungen wie ChristopherStreetDays oder eben jene Lesbischwule Tour in Brandenburg statt, um zu informieren, bestehende Rechte einzufordern (vgl. z.B. Landesverfassung Art. 12) und um Akzeptanz zu werben. Auch aus diesen Gründen wird beispielsweise in der Stadt Cottbus/Chóśebuz inzwischen die Regenbogenfahne gehisst. [...]
Wriezen (js) In einem Schreiben an die Initiatoren der LesBiSchwulen-Tour hat Wriezens Bürgermeister Uwe Siebert (parteilos) betont, dass die Aufklärungskampagne von Anfang an in der Oderbruchstadt willkommen ist. Er relativierte damit Berichte über die Diskussionen in den Gremien der Stadtverordnetenversammlung, in denen besonders die FDP-Fraktion Vorbehalte äußerte. Die klärende Aussprache zum umstrittenen Hissen der symbolischenRegenbogenfahne vor dem Rathaus verlegte Siebert allerdings in den nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag. „Ihr Anliegen, mit der Aufklärungstour im wahrsten Sinne des Wortes auch Flagge am Rathaus zu zeigen, ist verständlich. Jeder Veranstalter wünscht sich diese zentrale Aufmerksamkeit“, schreibt Siebert an die Initiative. [...]
Guben (MB/ha). Die Gubener Stadtspitze hat das Hissen einer Regenbogen-Flagge anlässlich der LesBiSchwulen Tour 2011 abgelehnt und dafür heftige Kritik geerntet.
Die Stadtverwaltung betont jedoch, dass ein Info-Stand auf dieser Tour sehr gern gesehen ist, so Pressesprecherin Susann Winter. „Guben ist eine tolerante Stadt, in der jedem die Möglichkeit gegeben wird, so zu leben, wie er es möchte. Jedem steht es frei, sich in das gesellschaftliche Leben einzubringen und sein Leben nach seinen Vorstellungen zu gestalten.“ Eine Botschaft werde nicht allein durch eine Fahne getragen. Ein Info-Stand, an dem die Menschen Hilfe und Informationen bekommen, erscheint viel sinnvoller. „Wir bitten daher, diese Entscheidung zu akzeptieren“, so die Sprecherin.
Der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg, Benjamin Raschke, bedauert die Entscheidung der Städte Guben und Wriezen und fordert mehr Mut der Stadtoberen. „Das Hissen der Regenbogenfahne ist ein Zeichen der Toleranz und Offenheit der Stadt gegenüber ihren lesbischen und schwulen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. [...]
Guben - Die südbrandenburgische Stadt Guben verweigert die für 6. September geplante Hissung der Regenbogenflagge am Rathaus. Guben sei eine weltoffene Stadt und da sei das Hissen der Flagge nicht zwingend erforderlich, hieß es zur Begründung. Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) gestatte aber gerne einen Informationsstand, sagte am Dienstag eine Rathaussprecherin. Zunächst hatte Gubens Bürgermeister der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule keine Gründe für die Ablehnung genannt. dapd
GUBEN Während in Forst, Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) Anfang September die Regenbogenfahne gehisst wird, lehnt Guben die Beflaggung des Rathauses mit dem Symbol für Schwule und Lesben ab. Mit der Hissung möchte die Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange auf die Situation von Schwulen und Lesben aufmerksam machen.
In Guben wird sich ihre Aktion allerdings auf einen Info-Stand am Dreieck beschränken müssen. Die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung sind der Ansicht, dass eine Botschaft nicht allein durch eine Fahne getragen wird, hieß es am gestrigen Dientag aus der Stadtverwaltung als Erklärung für das Fahnenverbot. Ein Info-Stand, an dem die Menschen Hilfe und Informationen bekommen, erscheine viel sinnvoller. „Guben ist eine tolerante Stadt, in der jedem die Möglichkeit gegeben wird, so zu leben, wie er es möchte“, hieß es weiter vonseiten der Stadt. [...]
GUBEN. Gubens Bürgermeister, Klaus-Dieter Hübner (FDP), hat seine Weigerung, anläßlich einer Homosexuellen-Veranstaltung auf dem Rathaus die Regenbogenflagge zu hissen, verteidigt. Eine Botschaft werde nicht allein durch eine Fahne getragen. Ein gewünschter Infostand werde jedoch genehmigt sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung der Märkischen Oderzeitung.
Hintergrund ist die für Anfang September geplante „LesBiSchwulen-Tour“ der brandenburgischen Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange. Diese soll entlang der deutsch-polnischen Grenze auf die Lebenssituation von Homosexuellen aufmerksam machen. Andere Städte wie Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt wollen während der Veranstaltung die Regenbogenflagge hissen. [...]
Der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg Benjamin Raschke bedauert die Widerstände der Städte Guben und Wriezen, die Regenbogenfahne anlässlich der LesBiSchwulen Tour 2011 zu hissen und fordert mehr Mut der Stadtoberen.
„Das Hissen der Regenbogenfahne ist ein Zeichen der Toleranz und Offenheit der Stadt gegenüber ihren lesbischen und schwulen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Bis auf sehr wenige Ausnahmen haben sich dazu in den vergangenen Jahren auch alle Städte entlang der Tour ohne Zögern bekannt. Die Verweigerungshaltung in Guben wirft daher ein merkwürdiges Licht auf die Stadt. [...]
(MOZ) Dass Guben und die Liberalen in Wriezen der lesbisch-schwulen Bewegung das Hissen der Regenbogenfahne am Rathaus verweigern, lässt aufhorchen. Überbewertet darf die ablehnende Haltung dem symbolischen Akt der Toleranz gegenüber aber nicht.
Denn dass Städte oder Einrichtungen wie etwa Universitäten der Aktion mit Skepsis begegnen, hat nichts mit Diskriminierung zu tun. In Guben hält man einen Infostand schlichtweg für sinnvoller. Andernorts berufen sich die Entscheidungsträger auf den Flaggenerlass des Landes Brandenburg. Die Verordnung lässt nur das Hissen staatlicher Hoheitszeichen zu. [...]
Guben (MOZ) Lesbisch-schwule Vereine und Initiativen starten demnächst eine Akzeptanztour entlang der deutsch-polnischen Grenze. In drei Städten können die Akteure die Regenbogenfahne am Rathaus hissen. In Guben und Wriezen gibt es Widerstand gegen den symbolträchtigen Akt.
Seit der ersten sogenannten LesBiSchwulen Tour im Jahr 1998 hat sich einiges geändert. Brandenburg ist sozusagen bunter geworden. „Je weiter man zurückblickt, desto schwieriger war es“, sagt Lars Bergmann, Leiter der brandenburgischen Koordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange, die die Tour mitveranstaltet. Er sei stolz darauf, dass sich in den vergangenen fünf Jahren bis auf Prenzlau und Rheinsberg keine Stadt mehr geweigert habe, die knallbunte Regenbogenfahne als Zeichen der Toleranz gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender zu hissen. [...]
In einer Pressemitteilung hat das LesBiSchwule Aktionsbündnis Land Brandenburg vom Landesverband AndersARTiG mitgeteilt, dass die Stadt Guben den Teilnehmern der LesBiSchwulen T*our untersagt hat, die Regenbogenfahne am Gubener Rathaus zu hissen. Die Stadt Guben betont jedoch, dass ein Info-Stand im Rahmen dieser Tour sehr gern gesehen ist. Guben ist eine tolerante Stadt, in der jedem die Möglichkeit gegeben wird, so zu leben, wie er es möchte. Jedem steht es frei, sich in das gesellschaftliche Leben einzubringen und sein Leben nach seinen Vorstellungen zu gestalten. [...]
Rheinsberg (hr) – Im ostbrandenburgischen Wriezen gibt es zurzeit Diskussionen über das geplante Aufziehen der Regenbogenfahne vor dem Rathaus.
In diesem Zusammenhang erinnerte der Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwuleBelange, Lars Bergmann, an die Probleme, die es vor zwei Jahren in Rheinsberg mit dem Aufziehen der Flagge gab. Bergmann: „Rheinsberg war damals die letzte Station unserer Tour. Am Rathaus standen wir trotz vorheriger Absprache vor verschlossener Tür. Nur eine Standesbeamtin war am Sonnabend da, die aber nichts entscheiden durfte.“ Wie in Rheinsberg sei es den Teilnehmern der Tour bisher nur in Prenzlau gegangen. Generell hätten es Homosexuelle im ländlichen Raum allerdings noch immer viel schwerer, frei und offen mit ihrer Ausrichtung umzugehen. In Rheinsberg wollen die Radler 2012 erneut vorbeischauen, um zu sehen, ob sich etwas geändert hat. [...]
Wriezen (moz) In Wriezen wird über das geplante Aufziehen der Regenbogenfahne vor dem Rathaus der Oderbruchstadt diskutiert. Sabine Steinbeiß sprach mit Lars Bergmann. Er leitet die Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange im Land Brandenburg.
Märkische Oderzeitung: Herr Bergmann, leben Homosexuelle nur in Großstädten?
Lars Bergmann: Lesben und Schwule, Bisexuelle und transsexuelle Menschen gibt es überall, auch in Brandenburg. Fast jeder kennt jemanden im eigenen Familien, Bekannten- und Freundeskreis, der homosexuell, bisexuell oder Trans ist. Homosexualität ist kein Großstadtphänomen, das sich zum Beispiel auf Berlin beschränkt, sondern täglich gelebte Realität vom kleinsten Dorf bis in die Mittelzentren unseres Bundeslandes.
Was will man mit einer LesBiSchwulen Tour durch das Land Brandenburg bewirken? [...]
Seit nunmehr 12 Jahren führt der Landesverband AndersARTiG e.V., der seinen Sitz in Potsdan hat, seine LesBiSchwule Städtetour durch das Land Brandenburg durch. In der ersten Septemberwoche geht die diesjährige Tour entlang der Deutsch-Polnischen Grenze. Auftakt der Tour wird am 03. September in der brandenburgischen Landeshauptstadt sein.
In der Pressemitteilung des Verbandes aus Potsdam, ist zur Tour folgendes zu lesen: [...]