erstmalige Verwendung des Konzeptes in der zweiten Hälfte des 19. Jhd. um vor allem sexuelle Handlungen zu beschreiben, die nicht der Fortpflanzung dienten; erst später definiert als Identitätskategorie für Menschen, die sich zum „anderen“ Geschlecht hingezogen fühlen bzw. andersgeschlechtliche Beziehungsformen eingehen.
(veraltet und oft diskriminierend auch Zwitter oder Hermaphroditen) Individuen, die von der Medizin nicht eindeutig als „Mädchen“ oder „Junge“ kategorisiert werden und stattdessen häufig zwangsweise dem „männlichen“ oder „weiblichen“ Geschlecht zugeordnet werden, welches lebenslange invasive medizinische Eingriffe und Behandlungen nach sich zieht
Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt oder/und deren Geschlechtsidentität oder Darstellung der Geschlechtsidentität nicht erfaßt wird bzw. ausgeschlossen wird vom Zwei-Geschlechter-System (Mann, Frau; männlich, weiblich); einige entscheiden sich infolgedessen für Hormonbehandlungen, Namensänderungen, Operationen etc.
Bezeichnung für das Geschlecht in dem jemand lebt, die die Geschlechtsidentität, die Darstellung dieser Identität und die damit verbundene soziale Rolle umfaßt.
Abkürzung, die für „Lesben“, „Schwule“, „Bisexuelle“ und „Transgender“ steht; manchmal auch zusätzlich „Q“ für „Queer“ oder „I“ für „Intersexuell(e)“ (LSBTIQ)
Überbegriff für Menschen, die Geschlechtsidentität, die Darstellung von Sexualität, Geschlechtsidentität, und Beziehungsformen nicht (oder nicht ausschließlich) über die Kategorien Mann, Frau, männlich, weiblich, monogam, homo-, hetero- oder bisexuell definieren; im englischsprachigen Raum ursprünglich abwertende (und durchaus noch auf diese Weise verwendete) Bezeichnung für Lesben, Schwule,
Bisexuelle und Transgender
z.B. mit Unterstrich wie in Schüler_innen
oder mit Asterisk wie in Schüler*innen
anstelle von Schülerinnen und Schüler
Schreibweise die alle Geschlechter bzw. Geschlechtsidentitäten sichtbar macht und anerkennt.